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Passivhaus-Kindergarten Ziersdorf
  Eckdaten des Projekts
  Projektthema:
Neubau eines Kindergartens in Passivhausqualität

Adresse:
3710 Ziersdorf

Planer:
Arch. Johannes Kieslinger,
3580 Horn, Atelier Hauptplatz 3, Tel. 02982-20800


Kennzeichen:
- Holzriegelbauweise mit Strohdämmung
- Schafwolleeinsatz
- Lehmputz
- Pelletsofen
  Einleitung
  Von Anfang an wurde das Vorhaben Passivhaus-Kindergarten auf eine breite kommunale Basis gestellt. Kontroversielle Diskussionen innerhalb der Gemeinde trugen dazu bei, grundlegende Informationen weiterzugeben, Vorurteile abzubauen und die Erfahrungen aus den Exkursionen zu vergleichbaren Objekten zu präsentieren.
  Performance
  Der kompakte Baukörper übernimmt im NW die Funktionen: Eingang, Verwaltung und Gemeinschaftsräume, ein Vorplatz definiert einen halböffentlichen Raum. Die Gruppenräume orientieren sich, dem Nutzungszeitraum entsprechend, Richtung SO und sind durch eine überdachte Terrasse an den Garten angeschlossen. Die Garderobenbereiche, auch als Spielfläche nutzbar, erschließen jeweils zwei Gruppenräume. Die Lichtführung erfolgt mittels Oberlichten sowie über tiefe Fenster, die auch als Sitznischen fungieren.

Folgende Fragen wurden speziell untersucht:
Welche alternativen Baustoffe sind hinsichtlich Nachhaltigkeit von Bedeutung? (Lehm, Stroh, Holzbaustoffe)
Wie sehen die Optimierungspotentiale eines öffentlichen Bauvorhabens am Beispiel eines Kindergarten-Neubaus hinsichtlich Stoffflüssen und Energie aus? Können allfällige Mehrkosten für energetisch und ökologisch anspruchsvollere Materialien und Bauweisen durch einen gesamtheitlichen Planungsprozess teilweise oder gänzlich kompensiert werden?
Ein weiteres Ziel war die Optimierung von thermischer Behaglichkeit, Raumfeuchte und sommerlichem Überhitzungsschutz bei dem zu erwartenden speziellen "Nutzerverhalten". Dazu wurden dynamische Gebäudesimulationen mit entsprechenden Nutzungsprofilen durchgeführt und die notwendigen Schlussfolgerungen für die Planung bzw. Ausführung gezogen.
Es wurden unterschiedliche Haustechniksysteme einander gegenübergestellt. Sowohl bei der Wärmeerzeugung wurden verschiedene Systeme wie ein Pelletsofen oder eine Gasbrennwerttherme verglichen als auch bei der Wärmeabgabe, die als reine Zuluftheizung oder als Wandheizung ausgelegt sein kann.
Verschiedene Ausführungsvarianten des Gebäudes wurden nach wirtschaftlichen und ökologischen Kriterien miteinander verglichen. Dabei wurden Faktoren wie Investitionskosten, Betriebskosten und ökologische Kennwerte erfasst und gesamtheitlich bewertet.
Projektlink: http://www.hausderzukunft.at/results.html/id3132 
"Das Projekt wurde im Rahmen der Programmlinie „Haus der Zukunft“ – einer Kooperation des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie mit der Forschungsförderungsgesellschaft – gefördert."
 
 
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