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Aufgespritzte und verputzte Zellulose-Innendämmung ohne Dampfsperre
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Eckdaten des Projekts |
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Projektthema:
Untersuchungen zur grundsätzlichen Eignung aufgespritzter
und verputzter Zellulosedämmschichten zur thermischen Gebäudesanierung
Projektleiter:
Ao.Univ.-Prof. DDr. Peter Kautsch, Ing. Wolfgang Lackner
Kennzeichen:
- Keine Dampfsperre
- Ökologisch unbedenklich
- Kostengünstige Alternative
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Einleitung |
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Im Zuge der weltweiten Bestrebungen
zur thermischen Sanierung bestehender Bausubstanz wird seit Mitte
der 80er Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts der Einsatz von Innendämm-Maßnahmen
verstärkt bautechnisch untersucht.
Besonderes Augenmerk kommt in diesem Zusammenhang der nach dem
Glaser-Verfahren zu erwartenden Feuchtigkeitsanreicherung im Wandquerschnitt
zu. Man hat versucht, diesem Umstand mit verschiedenartigsten Dampfsperren
zu begegnen, jedoch bald erkannt, dass Bauteilanschlüsse und
-durchdringungen sowie
-verformungen (z.B. Balkenköpfe von Holzbalkendecken) ein schwer
lösbares Problem darstellen.
Weiters ist bekannt, dass das Glaser-Verfahren die hygrothermischen
Vorgänge in der Wand nur unzureichend beschreibt, da der kapillare
Feuchtigkeitstransport in den einzelnen Baustoffe nicht erfasst
wird.
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Performance |
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Aufbauend auf internationalen
Forschungsergebnissen und auf dem HdZ - Vorgängerprojekt Untersuchung
bauphysikalischer und werkstofftechnischer Eigenschaften von aufgespritzten
Zellulosedämmschichten mit Putzauflage für Außenfassaden
sollen im gegenständlichen Projekt Altpapier-Zelluloseflocken
zu einem aufspritzbaren, selbsttragenden, 3 8 cm dicken Dämmkörper
weiterentwickelt werden, der mit einem diffusionsoffenen Innenspritzputz
versehen wird. Schädliche Wasserdampfkondensation soll dabei
unter Ausnutzung der hohen Sorptionsfähigkeit sowie des kapillaren
Feuchtigkeitstransportes in den Zellulosefasern vermieden werden.
Das denkmalgeschützte Versuchsobjekt befindet sich in 8010 Graz,
Langegasse 46 und ist eine ehemalige Mühle aus dem 16.Jhd., die
zu Wohnzwecken umgebaut werden soll. Eigentümmer ist die Neue
Heimat - Gemeinnützige Wohnungs- und Siedlungsgesellschaft in
Steiermark GmbH.
Erwartete Ergebnisse
Ein aufgespritztes und verputztes Innendämmsystem ohne Dampfsperre
auf Basis von Altpapier-Zellulose stellt international betrachtet
eine absolute Innovation dar. Infolge der besonderen Sorptionseigenschaften
des Materials soll das beschriebene Verfahren insbesondere im Bereich
der Sanierung bestehender (historisch wertvoller) Bausubstanz dem
Bedarf an ökologisch unbedenklichen, diffusionsoffenen Konstruktionen
Rechnung tragen und eine fehlertolerante, kostengünstige Alternative
zu bestehenden Dämmsystemen darstellen.
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Projektlink: http://www.hausderzukunft.at/results.html/id2756 |
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"Das Projekt wurde im Rahmen der Programmlinie Haus der
Zukunft einer Kooperation des Bundesministeriums für
Verkehr, Innovation und Technologie mit der Forschungsförderungsgesellschaft
gefördert." |
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