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S-HOUSE Demonstrationsgebäude
  Eckdaten des Projekts
  Projektthema:
Errichtung eines Büro-Demonstrationsgebäudes

Adresse:
3071 Böheimkirchen

Projektleitung:
Robert Wimmer, Gruppe Angepasste Technologie (GrAT)

Design:
Georg Scheicher, Architekten Scheicher

Kennzeichen:
- Strohbau
- Ausschliessliche Verwendung von nachwachsenden Baustoffen
- Lehmputz
- Biomassespeicherofen
  Einleitung
  Mit dem S-House wird das "Faktor 10"-Konzept im Baubereich umgesetzt und den Kriterien nachhaltigen Bauens entsprochen. Die Reduktion des Energieverbrauchs auf ein Zehntel im Vergleich zum heutigen Stand der Technik wird durch den Einsatz der Passivhaustechnologie erreicht. Durch die Verwendung Nachwachsender Rohstoffe und die Minimierung fossiler und mineralischer Materialien verringert sich der Ressourcenverbrauch ebenfalls beträchtlich.
  Performance
  Der Vergleich einer Strohwandkonstruktion mit einem konventionellen Wandaufbau hat gezeigt, dass die Strohwand in allen Berechnungskriterien um bis zum Faktor 10 besser abschneidet. Durch die Verwendung von Stroh als Baustoff können somit die negativen Auswirkungen auf die Umwelt wesentlich verringert werden. Diese Erkenntnisse gelten in ähnlichem Umfang auch für viele andere Produkte aus regional verfügbaren Nachwachsenden Rohstoffen. Während die Herstellung der Strohwand einen ökologischen Fußabdruck von nur 2364 (m2a/m2 Wand) verursacht, verbraucht der vergleichbare konventionelle Wandaufbau mit 24915 (m2a/m2 Wand) mehr als 10 Mal soviel natürliche Flächen.

Das Gebäudekonzept und die eingesetzten Komponenten entsprechen den gegenwärtigen Bedürfnissen der BenutzerInnen, ohne künftigen Generationen Entsorgungsprobleme zu hinterlassen oder eine Nachnutzung aufzuzwingen. Baustoffe aus Nachwachsenden Rohstoffen stellen eine wesentliche Grundlage für ein nachhaltiges Bauen dar.

Das Projekt wird innerhalb der Programmlinie "Haus der Zukunft" durch das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) gefördert. Unter "Haus der Zukunft" sind Wohn- und Bürobauten zu verstehen, die im Vergleich zur derzeitigen Baupraxis in Österreich Kriterien der erhöhten Energieeffizienz, des verstärkten Einsatzes erneuerbarer Energieträger, insb. Solarenergie, der erhöhten Nutzung nachwachsender Rohstoffe sowie des effizienten Materialeinsatzes, der vermehrten Berücksichtigung von Service- und Nutzungsaspekten für die BenutzerInnen von Wohn- und Bürogebäuden sowie dem Ziel der mit herkömmlichen Bauweisen vergleichbaren Kosten entsprechen.
Projektlink: http://www.hausderzukunft.at/results.html/id1752 
"Das Projekt wurde im Rahmen der Programmlinie „Haus der Zukunft“ – einer Kooperation des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie mit der Forschungsförderungsgesellschaft – gefördert."
 
 
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