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Bauteilentwicklung für Lehm - Passivhäuser
  Eckdaten des Projekts
  Projektthema:
Entwicklung von großflächigen, geschosshohen Baumodulen aus nachwachsenden Rohstoffen (Holz, Stroh, Hanf u.a.) und Lehmbaustoffen als Zulieferteile für den Bau von Passivhäusern.

Projektleiter:
Roland Meingast, Fa. natur&lehm Lehmbaustoffe GmbH
  Einleitung
  Das n&l Lehm-Passivhaus Baumodul-System besteht grundsätzlich aus einer vollständigen Passivhaus-Außenhülle aus großformatigen Doppelriegel-Holzrahmen Bauteilen für eine Plattform auf Streifenfundamenten, den Außenwandbauteilen, den Deckenbauteilen und aus einer massiven Fertigteil Holzzwischendecke aus 125 cm breiten, bis 12 m langen Dübelbaumdecken-Fertigteilen, sowie einer tragenden Fertigteil-Mittelwand in Holzrahmenbauweise. Alle Bauteile außer den Dübelbaumelementen wurden z.T. in Varianten bis zum 1:1 Modell aufgebaut und auch teilweise ein zweites Mal wenn das Ergebnis nicht befriedigend war.
  Die wichtigsten Entwicklungsschritte
  * Dimensionierung der Tragstruktur und der Bauelemente zur Verwendung von geeignetem Ballenstroh als Dämmstoff und für Bahn- wie Straßentransport.

* Die Entwicklung von industriellen Fertigungstechniken für Lehm-Passivhaus-Bauelemente durch Optimierung der Lehm-Faser Mischtechnik und der Lehm-Beschichtungsverfahren.

* Die Entwicklung eines Lehm-Faser Verbundes zu einer im Verbund mit Lehmputz luftdichten aber diffusionsoffenen und kapillar leitfähigen Auskleidung von Oberflächen aus Vollholz (Rauschalung, Blockwand). Die Wirksamkeit dieser Lehm-Vliestechnik wurde mit einer Testzelle im Wiener Forschungszentrum Arsenal und mittels Drucktests im Passivhaus nachgewiesen.

* Der Nachweis, dass ein Konzept des kapillar leitfähigen, luftdichten Einschlusses von unbehandeltem Stroh zwischen zwei Lehmschichten in Außenwänden kondensatfrei funktionieren kann. Er wurde mit Messung des Feuchteverhaltens unterschiedlicher Aufbauvarianten eines Bauteils und zuletzt mit Langzeitmessungen an den Bauelementen eines Demonstrationsgebäudes erbracht.

Ergebnisse und Schlussfolgerungen

Es konnten alle notwendigen Fertigungstechniken für Lehm-Passivhaus – Bauelemente entwickelt werden.

Die Optimierung der Lehm – Faser Mischtechnik wurde wesentlich vorangebracht, was im mittlerweile erteilten EU-Patent für Biofaserlehm auch auf der rechtlichen Seite seinen Niederschlag fand.

Die Luftdichtheit der Lehm-Vliestechnik konnte mit Hilfe der Messungen am Modell im Forschungszentrum Arsenal nachgewiesen werden.

Mittlerweile ist sie im ersten Demonstrationsgebäude auch in der Praxis in zwei Messdurchgängen gemeinsam mit dem Wärmedämmverhalten mit dem erwarteten Erfolg gemessen worden.

Auch das Feuchteverhalten entspricht den Erwartungen an diese neuartige Bautechnik mit Baumodulen, deren Strohdämmkern durch die hohe permanente kapillare Entfeuchtungsleistung der gewählten Lehmbaustoffmischung trocken gehalten und nur dadurch konserviert wird.

Das Außenwand - Bauelement erhielt auf der Außenseite eine auf 8 cm dimensionierte Konstruktionsebene für die Grundversion mit Biofaserlehmschicht.

mehr unter: www.lehm.at
Projektlink: http://www.hausderzukunft.at/results.html/id2759 
"Das Projekt wurde im Rahmen der Programmlinie „Haus der Zukunft“ – einer Kooperation des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie mit der Forschungsförderungsgesellschaft – gefördert."
 
 
 
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