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Lehmbauplatte
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Eckdaten des Projekts |
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Projektthema:
Entwicklung einer Lehmbauplatte mit malfertiger Oberfläche
Adresse:
3843 Dobersberg
Projektleiter:
Ing. Erich Longin
Fa. Holzbau Willibald Longin GmbH
Kennzeichen:
- Holzträgerplatte mit BioFaserLehm
- malfertige Oberfläche
- bessere Brandschutzeigenschaften
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Einleitung |
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Entwicklung einer Holzträgerplatte
mit BioFaserLehm -Beschichtung für die aussteifende Beplankung
von Holzkonstruktionen und ebenso für statisch nicht beanspruchte
Innenwand-oberflächen. |
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Performance |
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Da ökologische Holzwerkstoffe im Bausektor in Zukunft
eine immer größere Rolle spielen werden lag die Entwicklung
einer Holz/ Lehm Trockenbauplatte nahe, die die Komponenten Holz
und Lehm ideal verbindet. Die Technik besteht aus einer Trägerplatte
aus Holzwerkstoffen, die mit BioFaserLehm - Mischungen so beschichtet
werden sollen, dass nach der Trocknung eine malfertige Oberfläche,
ähnlich der einer Gipswerkstoffplatte, entsteht. Ganz im Gegensatz
zu allen derzeit am Markt erhältlichen Lehm-Bauplatten, die
erst aufwendig auf der Baustelle in einem Naßverfahren armiert
und mit einer vollen Schicht Lehm-Feinputz verputzt werden müssen,
sollen diese Platten eine "fertige" Oberfläche besitzen.
Mit einer Holzwerkstoffplatte als Träger kann die Bauplatte
als Variante auch statisch wirksam eingesetzt werden und erfüllt
dadurch eine wirtschaftlich interessante Doppelfunktion. Brandversuche
mit ähnlich aufgebauten Faser-Lehmputzen auf Holzriegel-Konstruktionen
lassen für die Lehmbauplatte überdies wesentlich bessere
Brandschutzeigenschaften, als bei Gipswerkstoffplatten, erwarten.
Die technischen Herausforderungen liegen in der Entwicklung und
Erprobung eines optimalen Lehm-Biofaserwerkstoffs und einer Holz-Grundträgerstruktur,
welche den Belastungen durch die einseitige Beschichtung mit dem
Lehmwerkstoff BioFaserLehm und den im eingebauten Zustand auftretenden
Belastungen gerecht wird.
Die Vorbehandlung der statisch belastbaren Grundträgerplatte
zur optimalen Haftung der Beschichtung, ist ein wesentlicher Faktor
des Arbeitsaufwands und damit auch ein wesentliches Kriterium zur
Erzielung des angestrebten, mit den am Markt befindlichen Gipswerkstoffplatten
besser konkurrenzfähigen Produktpreises.
Darüber hinaus beschäftigt sich dieses Projekt mit der
Prototypenentwicklung einer Auftrags- und Kalibriermaschine, die
beim Endprodukt, die oben erwähnte, malfertige Oberfläche
schaffen soll und die für die Realisierung dieses technisch
anspruchsvollen Projekts notwendig ist.
Weiters zielt die für das Projekt notwendige Forschung auf
die Erprobung unterschiedlicher Trocknungszeiten und temperaturen.
Dies soll unter anderem durch die Adaptierung von derzeit am Markt
befindlicher Holztrocknungsanlagen bzw. durch den Einbau einer der
Erhaltung der Materialeigenschaften von Lehm angepassten Steuerungs-
und Regeltechnik in diese Anlage erfolgen.
Umfangreiche praxisorientierte Untersuchungen an Musterbaustellen
und bei Prüfinstituten liefern und ergänzen die notwendigen
Kenntnisse über die Materialeigenschaften für eine erfolgreiche
Markteinführung.
Mit der Entwicklung der Holz/ BioFaserLehm - Bauplatte entsteht
ein neues, bautechnisch und ökologisch einwandfreies Produkt,
das dem modernen Holzbau neue Marktchancen bietet.
Die mit der Entwicklung des Faserlehmbeschichtung beauftragte Firma
natur&lehm arbeitet grundsätzlich nicht mit chemisch stabilisierten
Imitationen von Lehmbaustoffen, wie sie häufig am Markt zu
finden sind. Denn nur naturreine, echte Lehmbaustoffe erbringen
von allen bekannten Werkstoffen die beste Wirkung für das Innenraumklima.
Die Lehmplatte soll mit einer Volldeklaration der Inhaltsstoffe
entsprechend dem neuen europäischen baubiologischen Prüfzeichen
"nature plus" zertifiziert werden.
Zwischen den von den Gesamtkosten her gesehen relativ teuren und
technisch nicht befriedigenden Lehmbauplatten und den billigen,
aber baubiologisch nicht sehr zufriedenstellenden Gipswerkstoffplatten
existiert eine Marktlücke.
Dadurch können sich Exportchancen im gesamten EU-Raum ergeben.
Der Absatz soll durch die schon derzeit bestehenden Vertriebswege
für Fertiglehmputz erfolgen.
Durch das neue Produkt soll auch in Großstädten der
Innenausbau- und Sanierungsbereich besser bedient werden können,
der bisher mit den Lehm-Nassbauverfahren nur unzulänglich bearbeitet
werden konnte.
Im Hinblick auf die EU-Osterweiterung und den damit entstehenden
wirtschaftlichen und öko-logischen Herausforderungen, stellt
die Holz/ BioFaserLehm - Bauplatte auch eine gute Möglichkeit
dar, zur angestrebten Reduzierung des CO2 Ausstoßes
beizutragen, da durch die Selbstbaueignung, ohne großen technischen
Aufwand, oder zeitaufwändige Schulungen auch in diesen, wirtschaftlich
benachteiligten Ländern ökologisches Bauen möglich
und vor allem eher leistbar wird.
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Projektlink: http://www.hausderzukunft.at/results.html/id3359 |
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"Das Projekt wurde im Rahmen der Programmlinie Haus der
Zukunft einer Kooperation des Bundesministeriums für
Verkehr, Innovation und Technologie mit der Forschungsförderungsgesellschaft
gefördert." |
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