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WPC   Wood-Plastic-Compounds
Neue Wertschöpfungsmöglichkeiten durch Einsatzmöglichkeiten für Spritzgussanwendungen


Dr. Christoph Burgstaller, Projektleiter des vorgestellten Fabrik-der-Zukunft-Highlights, erzählt uns im Interview über die Vorteile der im Projekt entwickelten Ergebnisse sowie seine persönliche Motivation.



Christoph Burgstaller
Dr. Christoph Burgstaller


www.nawaro.com: Welche Vision und welches Ziel liegt dem Projekt zugrunde?

Burgstaller: Das Ziel war, Wood Plastic Composites nicht nur in der Extrusion, sondern auch im Spritzguss einsetzen zu können. Die Vorteile hierbei sind die Möglichkeiten zur Herstellung dreidimensionaler Bauteile, wodurch neue Anwendungsmöglichkeiten geschaffen werden können.

Wo sehen Sie die gesellschaftliche Relevanz für dieses Forschungsthema?

Burgstaller: Durch die Nutzung von Nawaros und den Einsatz in Massenprodukten kann der Neukunststoffverbrauch und somit auch der Erdölbedarf gesenkt werden. Weiters werden Reststoffe (Holzspäne) für neue Produkte genutzt, wodurch auch wiederum natürliche Ressourcen geschont werden.

Was ist Ihre persönliche Motivation, die Entwicklung im Bereich der Nutzung nachwachsender Rohstoffe zu forcieren?

Burgstaller: Der generelle Ansatz des ganzheitlichen Recyclings - man kann manche Stoffströme noch einer materiellen Nutzung zuführen, bevor man diese thermisch verwertet. Somit gewinnt man zusätzliche Wertschöpfung für die Industrie, aber auch für die Umwelt.

Wie kann man sich die Nutzung und Verbreitung der Ergebnisse Ihres Projekts vorstellen?

Burgstaller: Partnerfirmen setzen diese Materialien in neuen Produkten ein - z.B. in einer Transportkiste aus WPC.

Anwendungsformen für Wood-Plastic-Composites

Welches Verbesserungspotenzial sehen Sie im Rückblick bei Ihrem Projekt, was hätte anders geplant oder durchgeführt werden müssen?

Burgstaller: Kaum etwas - mit dem jetzigen Wissensstand hätten die ersten Schritte sicherlich schneller durchgeführt werden können, jedoch ist das Projekt an sich sehr erfolgreich gewesen.

Zum Schluß, was sind die häufigsten drei Fragen, die Ihnen zum Projekt gestellt werden?

1. Wo kann man das Material einsetzen?
Antwort: In verschiedensten Formteilen, z.B. für Paletten, Automobilteile, ...

2. Was sind die Vorteile von WPC gegenüber klassisch (mineralisch) verstärkten Kunststoffen?
Antwort: Einerseits gibt es teilweise Vorteile bei den Materialkosten, andererseits auch technische Vorteile hinsichtlich Dichte, Verarbeitungseigenschaften wie Abrieb und Materialrecycling.

3. Gibt es noch technische Probleme mit WPC?
Antwort: Ja, die Wasseraufnahme der Verbunde ist nach wie vor ein Thema, welches allerdings im Rahmen eines anderen Projektes bei uns bereits bearbeitet wird. Eine weitere Problematik ist manchmal die Schlagzähigkeit der Verbunde, was allerdings für viele Anwendungen bereits gelöst ist.

Herr Dr. Burgstaller, vielen Dank für das Interview.

Das Interview wurde von Michael Pfleger (GrAT) durchgeführt.

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