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TRF   Stoffliche Verwertung der Textilen Restfraktion
Baustoffe aus "Third-Hand"-Kleidung



Im Zuge der Sammlung von Altkleidern fällt eine Fraktion an, die derzeit nicht mehr verwendet werden kann (Wiederverkauf, Kleiderspende für die Dritte Welt, Herstellung von Putzlappen) und einer teuren Entsorgung zugeführt werden muss. Der Projektpartner, dem dadurch wirtschaftliche Nachteile erwachsen, führt gemeinsam mit dem Forschungspartner, der bereits erfolgreich vergleichbare Aufgabenstellungen gelöst hat, das Forschungsprojekt durch.
Ziel des Projekts ist es, ein mechanisches Aufbereitungsverfahren zu entwickeln, mit dem diese Abfallstoffe einer stofflichen Verwertung, vornehmlich im Bereich Baustoffe, zugeführt werden können. Die Aufbereitungskette umfasst einen Desintegrations- und einen Trennschritt, um textile bzw. fasrige Komponenten von nichtfasrigen Anteilen zu trennen. In einem weiteren Schritt erfolgt eine Vereinzelung der Fasern und das Erreichen einer definierten Faserlänge, um die Eigenschaften des Recyclingproduktes auf die beabsichtigte Anwendung abzustimmen. Als mögliche Anwendungsgebiete kommen einerseits die Herstellung von Textilien oder Vliesstoffen, andererseits ein Einsatz von Kurzfasern in flüssigen oder pastösen Stoffen zur Viskositätserhöhung in Frage. Neben einer Verwertung der Faserfraktion steht eine sinnvolle Nutzung der abgetrennten Fraktionen (nicht faserförmige Bestandteile, können unter anderem Metalle und Kunststoffe enthalten) im Fokus der Forschungstätigkeit. Ziel ist die Zuführung aller Stoffe zu einem weiteren Nutzungszyklus, während ein Anfall von Abfällen weitgehend vermieden werden kann.
Im Gegensatz zum derzeitigen Stand der Technik soll der Anteil an Alttextilien, die einer thermischen Verwertung zugeführt werden, völlig vermieden werden. Aus wirtschaftlichen Gründen muss die Aufbereitung maschinell möglich sein, ohne, wie heute vielfach üblich, harte Begleitstoffe in Handarbeit auszusortieren. Es ist weiters möglich, dass mittelfristig die Abfallströme von Firmen aus der gleichen Branche oder auch aus verwandten Gebieten übernommen werden können.


Projektleitung

Dr. Andreas Bartl
TU Wien - Insitut für Verfahrenstechnik
Getreidemarkt 9/166
1060 Wien

Projektmitarbeiter

• Prof. Ingo Marini (TU Wien)
• Sebnem Haner, MSc. (TU Wien)

Projekt- und Kooperationspartner

• HUMANA Verein z.F. notleidender Menschen i.d. 3. Welt
• R+M Ressourcen + Management GmbH
• UEG Umwelt- und Entsorgungstechnik AG
• Green World Recycling Ltd.
• THE GAIA-MOVEMENT TRUST LIVING EARTH GREEN WORLD ACTION

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