Sie befinden sich hier:   Highlights > Biopolymere > BIOPOL - Projektinformation


Grüne Bioraffinerie BIOPOL – Marktfähiges Polymer auf Stärkebasis
Starke Karten – mit Nachwachsenden Rohstoffen

Das Interesse an Verwendungen von Biokunststoffen ist in Österreich vorhanden, wie man z. B. an Initiativen wie dem niederösterreichischen „N packt’s“ erkennen kann. Unter der Leitung des LKT (Laboratorium für Kunststofftechnik) wurde gemeinsam mit Unternehmen von Rohstoffherstellern bis hin zu Verarbeitern im Projekt „Biopol“ ein spezielles Polymer hergestellt. Dieses wird im Extrusionsverfahren zu knickfesten, dehnbaren und kaltwasserunlöslichen Folien mit einer Stärke von 0,3 bis 1 mm verarbeitet. Diese Folien bilden eine ideale Grundlage für die Herstellung von laminierten und bedruckten Karten – wie Telefonwertkarten, Codier- oder Scheckkarten. Gerade diese Produkte weisen meistens einen kurzen Lebenszyklus auf, da sie oft ausgewechselt werden müssen und dann normalerweise im Restmüll landen. Mit Biopolymeren ist eine umweltfreundlichere Entsorgung prinzipiell möglich.
Die produzierten Muster stoßen bereits auf großes Interesse bei potenziellen Kunden, das dürfte auch an den guten mechanischen Materialeigenschaften liegen, die den Vergleich zu konventionellen Kunststoffen wie LDPE oder Weich-PVC nicht scheuen müssen. Die entwickelte Biopolymermasse ist außerdem mit konventionellen Technologien wie dem Extrusionsverfahren problemlos verarbeitbar und mit einem Preis von unter 2 €/kg auch preislich konkurrenzfähig.

Nachwachsende Biopolymere als Substitution für Massenkunststoffe
Das Konzept für das hergestellte Biopolymer war bereits in einem Vorgängerprojekt entwickelt worden. Dabei wurden in Österreich verfügbare Rohstoffe auf ihre Verwend- und Verfügbarkeit untersucht und die mechanischen Eigenschaften von biobasierten Werkstoffen bestimmt.
Als mögliche Produkte wurden in diesem Vorprojekt nicht nur Karten, sondern auch Essbesteck in Erwägung gezogen, jedoch aufgrund ihres geringeren Marktpotenzials nicht weiterverfolgt.

Auch die wirtschaftliche Ausgangslage für die Produktion von Biopolymeren wurde anhand von Absatzpotenzial und Stoffflüssen in Österreich bzw. in Europa analysiert und diente als Grundlage für das Folgeprojekt „BIOPOL“.

Projektleitung

LKT – Laboratorium für Kunststofftechnik GmbH
Dipl.-Ing. Harald Wilhelm
Wexstrasse 19-23
1200 Wien
Tel.: +43 1 33 126 – 488
Fax: +43 1 33 22 106 -31
E-Mail:
harald.wilhelm@tgm.ac.at

Projekt- und Kooperationspartner

Lenzing Plastics GmbH & Co KG
Dipl.-Ing. Andreas Reifensteiner
Lenzing Plastics GmbH & Co KG
A-4860 Lenzing

Wind Thermoplasthandel GmbH
Herr Christian WIND
Schwechatzeile 23
2514 Traiskirchen

Zuckerforschung Tulln GmbH
Dr. Marnik Wastyn
Reitherstrasse 21-23
A- 3430 Tulln

IFG Industriemontagen & Finanzdienstleistungen GmbH
Ing. Günther Kölbl
Rotenturmstrasse 25/3/11
1010 Wien

Digicard GmbH
Frank und Michael Dorner
Obachgasse 20
1220 Wien

<< zurück zu 'Biopolymere'
 
 
 
   Projektinfo

 
 
   Endbericht 0,8 MB


 
 
    lkt-tgm.at
    n-packts.at
    lenzing.com
    wind-plast.at
    zuckerforschung.at
    plantaplast.com