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Holznutzung   Optimierung der Ressourceneffizienz der Holznutzung
Nachhaltige Rohstoffe effizienter nutzen

Unser Wirtschaftssystem bezieht derzeit die von der Volkswirtschaft benötigten Werkstoffe überwiegend aus nicht erneuerbaren Ressourcen. Nach kürzerer oder längerer Nutzungsdauer endet der Großteil der vom Produktionssystem verwendeten Ressourcen als Abfall und als Emission von vorwiegend fossilem CO2.

Derzeit beträgt der Anteil erneuerbarer Energien in Österreich etwa 23 % an der Energieversorgung, eine weitere Steigerung auf über 30 % stößt aber bereits auf Widerstände der Wirtschaft. In der produzierenden Industrie sind die biogen basierten Bereiche Holz-, Zellstoff-, Papier-, Lebens- und Futtermittelmittelindustrie bereits wesentliche Bereiche der Volkswirtschaft. Bei verstärkter Nutzung biogener Ressourcen ist Knappheit aber absehbar, da die zur Verfügung stehenden Flächen endlich sind, umso mehr, als die direkte Konkurrenz des Energie- und Rohstoffmarktes zur Nahrungsmittelbereitstellung aus den aktuellen Veränderungen der Marktpreise für Getreide offensichtlich wurde.

Daher kommt einer effizienten Ressourcennutzung speziell bei der Umstellung auf eine erneuerbare Ressourcenwirtschaft höchste Bedeutung zu. Optimale Ressourcennutzung strebt möglichst hohe Markteignung und hohe Wertschöpfung bei möglichst geringem Ressourceneinsatz und möglichst geringen Umweltbelastungen in der Herstellkette an. Die Arbeit zielt auf die Erstellung eines Prozessmodells ab, mit welchem die Nutzung von forstlicher Biomasse für die Herstellung von Werkstoffen hinsichtlich der Ressourceneffizienz, der ökologischen Aspekte und der erzielten Wertschöpfung verglichen und optimiert werden kann. Dabei werden sowohl technische Verbesserungen, die Veränderungen der Prozess-Charakteristik bringen, geänderte Rahmenbedingungen als auch strukturelle Änderungen und Synergien mit anderen Wirtschaftsbereichen (z.B. Verwertung von Rückständen) betrachtet.

Das Modell soll damit die Möglichkeit bieten:

  • die Auswirkungen neuer Technologien auf die Umweltcharakteristik und die Wertschöpfung der einzelnen Prozessketten, aber auch des Gesamtsystems, abzuschätzen,
  • Synergiepotenziale zwischen einzelnen Prozessketten, Beiträge für die Energiebedarfsdeckung zu erkennen und Voraussetzungen für deren Realisierung darzustellen,
  • Maßnahmen zielgerichtet und effektiv zu setzen, Effekte von Unterstützungsmaßnahmen, Gesetzgebung und Förderungen abzuschätzen,
  • einen weitgehenden Schutz oder zumindest Vorwarnungen vor nicht beabsichtigten negativen Nebenwirkungen speziell bei veränderten Rahmenbedingungen zu erhalten.
Mit dem Modell können damit die Auswirkungen von Entwicklungen, Maßnahmen und geänderten Rahmenbedingungen auf den Ressourcenbedarf und die Leistungscharakteristik einzelner Prozessketten sowie des Gesamtsystems dargestellt und verglichen werden.


Projektleitung

Doz. Dr. Andreas Windsperger
Dr. Alfred Teischinger
Dr. Wolfgang Bauer

 

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