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DiagonalDübelholz   DD Diagonal Dübelholz
Massiv nachhaltiger Holzbau



Zum Projekt "DiagonalDübelholz" sprachen wir mit Thomas Sohm, mitverantwortlich für die Entwicklung des hochwertigen Holzwerkstoffs.

Thomas Sohm


GrAT: Welche Vision/Idee stand hinter dem FdZ-Projekt zur Entwicklung des DD Diagonal Dübelholz?

Sohm: Hinter der Entwicklung des Diagonal-Dübelholzes stand die Idee, dass mit geringst möglichem Energieaufwand ein ökologisch einwandfreies Produkt – leim- und stahlfrei – hergestellt werden kann. Mit diesem Produkt haben wir eine für uns wirtschaftlich gesehen wichtige Marktnische gefunden. Dieses schadstoffarme Produkt wird bei öffentlichen Bauten sowie bei Wohnbauten bevorzugt eingesetzt.

Was war und ist Ihre persönliche Motivation, sich auf den Holzbau zu spezialisieren?

Besondere Motivation ist, mit bekannten Holzbauarchitekten anspruchsvolle Projekte zu realisieren. Unsere patentierte Massivholzbauweise wird in Bezug auf die Ansprüche der architektonischen Bauwerke und der neuen technischen Normen immer weiter entwickelt. Im Moment streben wir die Erreichung der Klassifizierung des Feuerwiderstandes für das Produkt an.

Wie hat sich das DD Diagonal Dübelholz im Praxiseinsatz bewährt?

Durch die Schalenbauweise (hintereinander liegende Baustoffschichten, z. B.: Tragkonstruktion, Winddichtebene, Isolierungsebene, Winddichtebene) kann ein bauphysikalisch hochwertiges Element, mit einer astreinen Weißtannenoberfläche innen, hergestellt werden. Installationsleitungen, ebenfalls auch Akustikverbesserungsfräsungen, können in der innen liegenden DD-Schale eingebaut werden.

Kann diese Holzverbindung von jedem Zimmerer ausgeführt werden oder braucht es spezielles zusätzliches Know-how und Spezialgeräte?

Für die Herstellung des Diagonal Dübelholzes wurde von uns eine Prototypanlage entwickelt. Dies ist eine Anlage, die nur mit speziellem Know-how hergestellt werden konnte.

DiagonalDübelholz


Welches Potenzial sehen Sie in der Kombination von Holz mit anderen nachwachsenden Rohstoffen im Bausektor, z. B. bei der Wärmedämmung oder Oberflächenbehandlung?

Die Kombination unseres Massivholz-Elements Diagonal Dübelholz z. B. mit einer Holzfaserisolierung entspricht einem besonders ökologischem und biologischem Wandaufbau; ohne den Einsatz von Nylon- bzw. PE-Folien kann der Standard eines Passivhauses erreicht werden. Die Oberflächen bestehen aus astfreiem, gehobeltem, naturbelassenem Weißtannenholz; es ist keine weitere Oberflächenbehandlung mehr erforderlich.

Gibt es trotz dieser Erfolge dennoch etwas, was Sie rückblickend anderes gemacht hätten?

Nur mit dieser Entwicklung können wir uns derzeit über eine besondere Stellung auf dem Markt erfreuen und nur mit dieser Entwicklung konnten wir in der Vergangenheit viele zahlreiche renommierte Projekte ausführen.

Was sind Ihre Ideen für die Zukunft?

Für die Erweiterung des Einsatzbereiches des Diagonal Dübelholzes und die Erreichung der Anforderungen auf dem Markt liegt eine anspruchsvolle Weiterentwicklungsarbeit vor uns. Vorrangig werden wir uns mit der Herstellung einer qualitativ hochwertigen Oberfläche beschäftigen und sämtliche erforderlichen Klassifizierungen und Zulassungen anstreben.

Welche Maßnahmen sehen Sie als notwendig, damit der Holzbau den gleichen Stellenwert in ganz Österreich bekommt, den er bereits in Vorarlberg hat?

Mit der Institution proHolz und mit den landesweiten Holzbaupreisen ist bereits ein großer Schritt in diese Richtung gemacht worden. Wenn wir weiterhin mit gutem Beispiel vorangehen, wird der Holzbau auch in ganz Österreich einen höheren Stellenwert erreichen.

Was sind die drei häufigsten Fragen, die Ihnen zum Diagonal Dübelholz gestellt werden?

1. Was ist DiagonalDübelholz?
2. Weshalb sollten wir uns für diese Bauweise entscheiden?
3. Woher – aus welcher Region – kommt das eingesetzte Rohmaterial Holz?

GrAT: Vielen Dank für das Interview.

Das Interview wurde von Magdalena Burghardt (GrAT) durchgeführt.



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